Ivo Kastan hat die angepeilte 100 Meilen Grenze zwar nicht geknackt. Er hat aber einen offiziellen Rekord von 97,45 mph – das sind 155,97 km/h - aufgestellt.
Teilnahme an der Dakar Rallye 2009
Ivo Kastan – geboren am 06.09.1964 und seit 15 Jahren das wohl bekannteste Gesicht des tschechischen Motorsports fährt Cross, Enduro, Cross- Country-Rallyes, Marathon – Rallyes und nicht zu vergessen die Rallye Dakar. Der Tscheche, der bei acht Dakar Teilnahmen sechsmal erfolgreich bis zum Ende dabei war, brauchte in diesem Jahr einen besonderen Anreiz für seine Neunte. „ Südamerika war 50% , die andere Hälfte ist mein Beruf, der mich hierher geführt hat: ich bin Vertragshändler für kleine Motorräder wie z.B. Honda Monkey , DAX und Gorilla. Also habe ich mich entschlossen mit einer neuen Maschine bei der Dakar 2009 anzutreten und zwar mit meiner „Rahier Honda“ und dem 146ccm TJR Motor. Ich bin mit diesem Motorrad bereits Vierter in der Kategorie 250ccm beim EUROPEAN BAJAS CUP geworden. Ich glaube, dass sich bei der Dakar viele Privatfahrer täuschen: Die großen Hubräume sind teuer und gefährlich. Ich habe mit meinem Motorrad den Geist der Dakar wiederentdeckt.“
Auch nachdem Ivo Kastan wegen eines Ölschadens nach der 4. Etappe aus der Wertung genommen wurde, hat er die Rallye Dakar 2009 außer Konkurrenz zu Ende gefahren. Herzlichen Glückwunsch!
Und hier nun seine sportlichen Erfolge:
Achtfacher Dakar Teilnehmer
1996: 2. Platz mit einer SUZUKI DR 350 in der Kategorie bis 400 ccm
1997: 2. Platz mit einer SUZUKI DR 350 in der Kategorie bis 400 ccm
1998: mit einer Triumph
2000: 5. Platz mit einer Honda 400 ccm
2004: wieder mit einer Suzuki
2005: 4. Platz mit KTM 450 ccm
2006: 2. Platz in der Kategorie bis 450 ccm
2009: Teilnahme mit seiner „Rahier Honda“ mit 146ccm Motor von TJR-Motorsport
Dreifacher Marathon – Rallye Teilnehmer
1995: Teilnahme an der Rallye Paris – Peking
1996: Teilnahme an der Rallye Paris – Ulanbator
1997: Teilnahme an der Rallye Paris – Smarkand – Moskau
Weitere Erfolge bei der DUBAI Desert Challenge, der HUNGARIAN Baja, der BAJA Italia, der BAJA Espana und der BAJA Portugal.
Speedwayweltmeister & Europameister mit 125ccm Motor von TJR
Mit 13 Jahren schon Weltmeister „Er ist der große Meister im Jahre 2010 oder 2015“, so hieß es noch vor ein paar Jahren in einer Motorsport-Fachzeitung. Doch so lange wollte Christian „Chrissi“ Rinkenburger vom MSC Langnau nicht warten. 2007 wurde er in Bielefeld Weltmeister in der 125 ccm-Klasse. Ein Erfolg, der für einen Jungen mit 13 Jahren im Bahnsport einzigartig ist. Angefangen hatte alles – man könnte sagen, wie kann es auch anders sein – über die aktive Rennfahrerzeit seines Vater Werner Rinkenburger, der viele Jahre für den MSC Langnau in der nationalen Soloklasse startete. Als sich Werner aus dem aktiven Rennsport zurückzog, war Christian bereits mit dem Bahnsportvirus infiziert.
Hier der Lauf der Junioren Weltmeisterschaft im Jahr 2008:
Und auch Mutter Silvia und Schwester Jennifer unterstützten fortan die Rennfahrerkarriere des Sohnes und des Bruders. Mit sechs Jahren fuhr Christian dann sein erstes Rennen in der Schülerklasse A mit einer 50 ccm KTM-Rennmaschine. Und dass er Talent hatte, bewies er schon ein Jahr später. Er gewann 2001 in der Schülerklasse A die Deutsche Meisterschaft und stieg 2002 in die nächst höhere Fahrerklasse, die Schülergruppe B 1, auf. Jetzt hatten die Rennmaschinen 65 ccm und ein Schaltgetriebe mit mehreren Gängen.
Nach einer überragenden Saison holte sich Christian 2004 seinen ersten Deutschen Meistertitel in der Schülerklasse B 1. Diesen verteidigte er im darauffolgenden Jahr 2005 erneut. Im Finalrennen 2005 bezwang er seinen stärksten Kontrahenten Kevin Walter in einem dramatischen Finale mit einem einzigen Punkt. Da diese Klasse ein Jahr später abgeschafft wurde, bleibt Christian in dieser Klasse Deutscher Schülermeister bis in alle Ewigkeit. Der Deutsche Meistertitel war bereits Christians Dritter. Aber nicht genug des Deutschen Meistertitels: Christian wurde als bester Fahrer in der süddeutschen Bahnmeisterschaft zum Süddeutschen Bahnmeister 2005 gekürt.
Und auch 2006 blieben der sportlichen Erfolge des Zehnjährigen nicht aus. Auf der Speedwaybahn im norddeutschen Neuenknick erkämpfte er sich in einem spannenden Finale die Deutsche Vizemeisterschaft 2006. Nur wenige Wochen später packte die rennbegeisterte Familie vom Bodensee ihr Wohnmobil und fuhr ab in Richtung Blijham / Holland.
Hier stand das Finale zur Europameisterschaft in der 125 ccm Klasse an. Christian, dem das Gefühl für Geschwindigkeit und Balance scheinbar schon in die Wiege gelegt wurde, überraschte auch hier Konkurrenten und Fachleute. Präzise und überlegt fuhr er Lauf für Lauf und wurde am Ende hervorragender Vize-Europameister. Dies war bis dahin sein größter Erfolg. Hatte er in den Deutschen Meisterschaften sein Können bewiesen, war nun klar, dass Christian auch der europäischen Konkurrenz in nichts nachstand.
2007 holte sich der jüngste Clubfahrer des MSC Langnau seinen bisher größten Erfolg: In einer mehr als überzeugenden Leistung wurde er 2007 Weltmeister in der 125 ccm Klasse. Zum ersten Mal überhaupt wurde von der FIM die Weltmeisterschaft in dieser Klasse für Jugendliche, ausgeschrieben.
Seine Lieblingsbahnen sind die kurzen Speedwaybahnen in Haunstetten (Augsburg), Landshut und Berghaupten. Der 13jährige startet seit 2000 für den Motorsportclub Langnau in den Schülerklassen. 2001 wurde Rinkenburger Deutscher Meister in der 50 ccm Klasse. In den Jahren 2004 und 2005 war Deutscher Meister in der 65 ccm Schülerklasse. 2006 wurde er Deutscher Vizemeister und Vize-Europameister in der 125 ccm Klasse. 2007 wurde er Weltmeister in der 125 ccm Klasse. 2008 schließlich Europa- und Weltmeister in der 125 ccm Klasse.